Rückblick Bloggertreffen in Köln

Sonntag, 22. November 2015

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Vor einer Woche ist es zu Ende gegangen, das wunderbare Wochenende das ich mit 49 anderen nähenden Frauen verbringen durfte, und ich werde sicher noch lang davon zehren. Ich will hier nicht allzu viele Einzelheiten aufzählen, denn die kann man auch in den begeisterten Posts nachlesen, die Karin hier gesammelt hat.

Vielmehr möchte ich die Gelegenheit nutzen und mir noch einmal grundsätzlich Gedanken darüber mache, was das Bloggen für mich bedeutet. Denn, ohne meinen Blog hätte ich sicherlich an dieser und vielen anderen tollen Aktivitäten in diesem und dem letzten Jahr nicht teilgenommen.

Daher möchte ich erst einmal allen bloglosen Leserinnen, die bereits seit einiger Zeit mit dem Gedanken spielen, selbst zu bloggen, aber sich noch nicht so recht trauen, sagen: Macht es, das Bloggen wird sicher eine sehr große Bereicherung für Euer Leben darstellen. So ist es zumindest bei mir. Ich habe nicht nur viele tolle Frauen kennengelernt, die mein Hobby teilen sondern einige auch unabhängig davon in mein Herz geschlossen. 

Daher kann ich allen Bloggerinenn, die bisher noch nicht an einem Treffen teilgenommen haben nur sehr ans Herz legen: Kommt hervor hinter Eurem Computer und nutzt eine der Gelegenheiten die demnächst sicher kommen zu einem Treffen mit anderen nähbegeisterten Menschen. Dabei fällt mir ein: Ein Treffen in Hamburg steht bei vielen von uns ganz oben auf der Wunschliste...

Ist es sehr viel Arbeit so ein Treffen zu organisieren? Sicherlich hatten unsere Hauptorganisatorinnen Karin und Susi die Hauptarbeit zu leisten, wenn man denn überhaupt von Arbeit sprechen kann, schließlich hatten wir sehr viel Spaß bei der Vorbereitung! So haben wir denn in kleinen Untergrüppchen unseren Hauptorganisatorinnen zugearbeitet und es war eine reine Freude. Sehr gemütlich war z. B. der Samstag, an dem Susi Brigitte, Tilly und ich gemeinsam die 50 Dömchennadelkissen genäht haben. Bei Kaffee und Kuchen haben wir nett geschwatzt und die Dömchen sind sozusagen nebenbei entstanden.


Viele unserer Gäste haben die Dömchen zuerst für Zähne gehalten, komisch wie kamen sie bloß darauf...


Schön fand ich übrigens auch, dass wir einen Großteil der Damen privat unterbringen konnten. Ich fand es toll bereits das Frühstück damit verbringen zu können, mich mit meinen entzückenden Gästen Sylvia und Anne zu unterhalten, wo es doch so viele Frauen und viel zu wenig Zeit war, um wirklich mit allen sprechen zu können.

Ich hatte keine Bedenken, mir völlig fremden Frauen einen Schlafplatz anzubieten und es war wie nicht anders zu erwarten völlig problemlos. Ich möchte fast sagen, als wir unsere Gäste zu Heimreise zum Zug gebracht hatten, fehlten sie mir bereits, wo sie doch leider so weit weg wohnen...

Bei so viel Gästen müssen natürlich auch ausreichend Programmpunkte geplant werden um alle Teilnehmerinnen entsprechend aufteilen zu können, damit wir nicht immer als Riesenherde durch die Gegend laufen. Ich bin wieder einmal gern mit zu Fashion vor Designers gefahren. Während die anderen Damen sich im Showroom verlustierten, habe ich im Hinterzimmer in den Kartons mit den ausrangierten Vorzeigeläppchen herumgewühlt und dabei von nebenan immer begeisterte Juchzer und fleissiges Getrappel von flinken Frauenfüsschen gehört.

Ziemlich erschöpft haben wir dann den Heimweg angetreten, und ich konnte vielen ausrangierten Läppchen eine neue Heimat bei mir geben:



In den Dosen befinden sich die sortierten Seidenstücke, ordentlich gefaltet dahinter drei Stapel mit Baumwollstücken. Gestern habe ich gute 6 Stunden gebraucht um diese alle zu entpappen und zu sortieren. Dabei kamen mir bereits viele Ideen, was ich mit Ihnen machen kann.

Hier die noch nicht entpappten Viskosestücke um die ich mich in den nächsten Tagen kümmern werde:



Am Abend haben wir uns dann erstmals alle 50 gemeinsam getroffen und es wahr einfach wunderbar. Dort waren nicht nur 50 Frauen mit dem gleichen Hobby sondern 50 interessante und kreative Menschen, die sich unabhängig davon gemacht haben, ihre Kleidung im Laden kaufen zu müssen. Das bewahrt uns auch davor uns unzulänglich zu fühlen, wenn wir nicht in die Kleidung nach Standardmaßen passen, die in den Läden hängt. Wer sagt denn, dass eine Frau zu groß, zu klein, zu dick zu dünn ist? Wofür eigentlich?

Unsere Hände können mehr als auf Computertasten zu drücken und wir machen uns unsere Welt, wie sie uns gefällt!

50 Menschen, die sich teilweise vorher noch nicht kannten, haben einen harmonischen Abend verbracht, der von Interesse, Kennenlern- und Wiedersehensfreude und ganz viel Wohlwollen geprägt war. Von so etwas kann es nie genug geben.

Toll fand ich auch, einen Blick in die Bücher von Meike, Lucy und Suschna werfen zu dürfen, die nun alle bereits einen Platz auf meiner Weihnachtswunschliste haben. Griselda hat hier einen schönen zusammenfassenden Post zu diesen Büchern geschrieben. Währen diese besonderen Bücher auch entstanden, wenn ihre Verfasserinnen nicht bloggen würden? Wahrscheinlich eher nicht. Umso mehr freut es mich, dass es sie nun gibt. Es war auch interessant von Meikes spannendem Projekt für das nächste Jahr zu hören, auf dass ich mich bereits freue. Aber ich will ihr nicht vorgreifen und lasse sie natürlich selbst zuerst darüber schreiben ;o)

Der Höhepunkt am Sonntag war dann die Führung durch die aktuelle Modeausstellung im Museum für angewandte Kunst. Das hat uns noch einmal deutlich gemacht, wieviel Kunst im Schneiderhandwerk  liegen kann. Auch wenn wir selbst weit von solcher Perfektion entfernt sind, ist es doch spannend und interessant zu erfahren, was alles möglich ist und spornt gleichzeitig an die eigenen Fähigkeiten noch zu verbessern.

Da bereits viele der wunderbaren Exponate in diversen Posts gezeigt wurden, möchte ich mich hier auf mein absolutes Lieblingsensemble beschränken: Ein Kostüm von Thierry Mugler aus den 90ern:


Jo, ich weiß, nicht gerade bürotauglich und die Flügel an den Ärmeln bräuchte ich auch nicht, aber sonst - ein Traum!



Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen - Danke!
Danke an alle die das Treffen mit vorbereitet und durchgeführt haben. Danke an alle die da waren und mit uns zwei wunderbare Tage verbracht haben. Ohne zu bloggen, hätte ich Euch alle nicht kennengelernt!

Daher hier noch einmal mein Appel an alle stillen Mittleser: Traut Euch zu bloggen,  es wird Eurer Leben ganz wunderbar bereichern, denn das Beste am Bloggen sind die analogen Erlebnisse!

Die anderen Berichte zum Wochenende finden sich hier gesammelt von Karin.

Kommentare:

  1. Ich danke dir, für dieses herzliche und unkomplizierte Wochenende. Mein Dömchen das kein Zahn ist liegt schon mit Nadeln gespickt am Nähplatz. Auch ich habe es nicht bereut mit dem Bloggen angefangen zu haben.
    Liebe Grüße
    Sylvia

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  2. Deine Aufforderung, doch zu bloggen, kann ich nur teilen: mein Leben bereichert es enorm & ist vor allem in der Phase des Ruhestandes ein ganz tolles Hobby.
    Auch deine Erfahrungen mit den Treffen im realen Leben decken sich völlig mit meinen: Auch ich habe eine Bloggerin hier beherbergt an diesem Wochenende und dermaßen harmoniert mit ihr, dass ich sie schon arg vermisse.
    Ich selbst habe auch schon eine Woche eine Wohnung einer Bloggerfreundin in Wien zur Verfügung gestellt bekommen mit Flughafentaxiservice und allem Drum & Dran - ganz hinreißend. Von den vielen kleinen Liebenswürdigkeiten, die die Post hin und her transportiert ganz zu schweigen.
    Aber am schönsten ist, Menschen zu treffen, die mit einem auf der gleichen Welle funken und doch auch wieder anders sind, die ich im realen Leben nie getroffen hätte.

    Eine gute Woche!
    Astrid

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  3. Du hast so Recht mit allem. Mein Leben hat sich auch total verändert durch das bloggen. Aber nur zum Guten. Und die dazugehörigen analogen Erlebnisse sind das Sahnehäbchen.
    Liege frierend und schniefend auf dem Sofa und versuche nicht krank zu werden.
    LG karin

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  4. Du kannst dich auch gerne noch bei mir im linktool einstellen ;-)
    LG karin

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  5. Ja, es war ein wundervolles Wochenende und ja, dies konnte ich nur erleben, da ich mit Bloggen angefangen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich eher introvertiert und fotoscheu bin und mir der Schritt in die Öffentlichkeit zu "gehen", anfangs sehr schwergefallen ist. Aber - es wurde/wird immer einfacher.

    LG Martina
    PS: Viel Spaß beim Stoffe-Puzzlen.

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