Über mich

in



Mein Name ist Antje und ich schreibe hier über das schöne Näh-Leben ohne zu shoppen. 

Auf diesem Blog berichte ich über meine Nähprojekte und mein Vorhaben für diese keine neuen Ressourcen mehr zu verbrauchen. Statt dessen werde ich meinen vorhandenen Bestand an Stoffen und bestehender Kleidung vernähen. 

Erlaubt sind lediglich Zukäufe von Secondhand-Kleidung oder Schenkungen ausrangierter Stücke von lieben Freunden bzw. Stofftauschgeschäfte. Mittlerweile habe ich meine Quellen um Produktionsreste-/ abfälle erweitert. Es gibt immer mehr Bekleidungshersteller, die die Reste ihrer Produktion (z. B. Reststücke von großen Stoffrollen, Reste von Stoffmusterstücken) auch an Privatleute oder Einzelhändler verkaufen. Ich finde, es ist eine prima Möglichkeit, diese Reste vor dem Müll zu retten, indem ich etwas  daraus nähe.

Bei selbst genähter Kleidung ist sicher, dass für die Anfertigung Niemand  in einem Sweatshop ausgebeutet wurde, aber wie sieht es mit der Herstellung der Stoffe aus? Wie hoch ist der Verbrauch an Rohstoffen wie z.B. Wasser? 

So schön es auch ist, auf Stoffmärktem dem Kaufrausch nachzugeben, hatte ich in den letzten Jahren doch immer mehr ein schlechtes Gefühl dabei, wenn ich wie ein Eichhörnchen Stoffe in meine Wohnung geschleppt habe. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass die Beschränkung auf bereits Vorhandenes der Kreativität nur förderlich sein kann.

Neben der Frage, wo kommen die Stoffe her, die ich verarbeite, rückt für mich auch immer mehr die Frage "Wie viel brauche ich eigentlich wirklich" in den Vordergrund. Muss die Freude am Herstellen der eigenen Kleidung auch immer zwangsläufig mit einem vollen Kleiderschrank einhergehen? Ist es nicht viel schöner und entspannender nur einige ausgewählte, dafür aber handwerklich möglichst perfekte und langlebige Stücke zu besitzen?


Kommentare:

  1. hallo antje,

    entdeckt habe ich dein block bei dem projekt "nix für lemminge", und ich lese schon fleißig, was du alles geschrieben hast. schönes leben ohne shoppen: ach, wäre das schön. mein heimlicher rraum, denn du sprichst mir damit voll aus dem herzen.
    die klagen über die asiatischen sweatshops, in denen kleidung unter fragwürdigen umständen hergestellt werden, kamen mir ständig vor augen. wenn ich aber an denselben stellen las, dass das angebot auf dem stoffmarkt x so verlockend war, dass frau nicht widerstehen konnte, dann erschienen mir diese klagen wenig nachvollziehbar.

    also kam ich vor einiger zeit auf den gleichen gedanken wie du, aus dem vorhandenen zu schöpfen. denn: wir haben soviel ungenutzteszeug im haus, aus dem wir etwas neues machen können. warum nicht erst einmal das verwenden? ich denke, alex' projekt wäre doch genau das richtige für dich

    lieben gruß
    Ulrike

    AntwortenLöschen
  2. Wäre eine Alternative, fair und ökologisch nachhaltig produzierte Stoffe zu kaufen? Keko-kreativ.de sammelt in monatlichen Link-Parties Dinge, die aus GOTS-Stoffen genäht wurden.

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Antje, ich habe in einem Kommentar bei "the little cave" gelesen, dass du eine passionierte Handstickerin bist und bin so gerade zum ersten Mal auf Deinen Blog gekommen. Ich möchte dich einladen, Deine Werke in meiner neuen "handgestickt" Linkparty zu verlinken. Außerdem habe ich gerade gesehen, dass Dich derzeit dasselbe Thema umtreibt wie mich: Die Reduktion und Neugestaltung des Kleiderschrankes. Ich glaube, ich muss in nächster Zeit etwas mehr Zeit auf Deinem Blog verbringen... Herzliche Grüße, Gabi

    AntwortenLöschen