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Donnerstag, 14. Januar 2016

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Morgen geht es zur Annäherung nach Bielefeld - große Freude!!!

Damit alle der 38 Teilnehmerinnen einen Gesamtüberblick über die für das Wochenende geplanten Nähvorhaben bekommen, bringt jede von uns einen Steckbrief mit, in dem das oder die Modelle die genäht werden sollen beschrieben werden.

Da ich eben die entsprechenden Fotos dafür gemacht habe, dachte ich mir, nichts spricht gegen eine Zweitnutzung der Fotos für einen Blogpost...

Um mit kleinem Gepäck zu reisen, verzichte ich darauf meine Nähmaschine mitzunehmen und nähe statt dessen mit der Hand ein weiteres Modell nach den Alabama Chanin Techniken.

Angefangen habe ich damit bereits an den Weihnachtsfeiertagen, aber nicht regelmäßig daran genäht. Es handelt sich mal wieder um ein Werk das gemütlich abends auf dem Sofa nebenbei beim Fernsehen entsteht - äh, oder der Fernseher läuft nebenbei, während ich nähe.

Es wir ein kurzes Jäckchen, wieder nach meinem Maßschnitt wie auch dieses Jäckchen aus dem letzten Jahr:


Für den oberen Stoff habe ich einen selbst gefärbten, ursprünglich weißen Jersey genommen, den ich als Rest bei Trigema gekauft hatte. Es handelt sich dabei um ein Endstück von einer großen Rolle aus der laufenden Produktion. Es waren mit Filzstift noch Zahlen am Ende des Stoffstückes zu sehen, mit denen die Rolle gekennzeichnet war. Das stört allerdings nicht, da ich sowieso überwiegend kleine Teile zugeschnitten habe. Das Ergebnis nach dem Färben war nicht so toll. Es sollte schwarz werden. Ist es auch aber eher so ein leicht ausgewaschenes Schwarz statt des gewünschten Tiefschwarz.

Für die untere weisse Schicht habe ich T-Shirts genommen die ich im Büro aus dem Büromüllcontainer gefischt habe, die bei unserem letzten hausinternen Umzug aufgestellt wurden. Es handelte sich bei Ihnen um Promotion-Shirts, die für irgend eine Werbe-Veranstaltung gedacht und dann überzählig waren. Sie waren uni weiss - allerdings mit einem störenden Aufdruck auf der Vorderseite. Den konnte ich aber gut herausfiletieren.

Zusammen sahen die beiden Stoffe im ersten Wurf so aus:


Was man auf diesem Foto nicht wirklich erkennen kann: Das Garn zum Umsticken der Motive ist schwarz, im Original hebt es sich etwas besser von dem grauschwarzen Oberstoff ab. Irgendwie sehen die Motive schwer nach Keksförmchen aus. Das könnte daran liegen, dass ich tatsächlich Keksförmchen als Schablonen genutzt habe...
So richtig gut fand ich das Ergebnis aber nicht. Daher habe ich noch zusätzlich Kreise appliziert:


Schon etwas besser aber auch noch nicht wirklich überzeugend.

Also Stufe drei und zusätzlich noch kleine Stiftperlen aufgenäht:


Hier noch etwas größer:


noch größer:




Ich habe so den Verdacht, dass die fertige Jacke aussehen wird, wie ein Bühnenoutfit von Michael Jackson - öh.


Hier zum Grössenabgleich die Perlen in einer kleinen Espressotasse: 


Da jedes Perlchen einzeln aufgenäht werden muss, glaube ich nicht wirklich, dass ich an diesem Wochenende mit der Jacke fertig werde. Allerdings finde ich es viel gemütlicher während des Annäherunswochenendes mit der Hand zu nähen als mit der Maschine. So kann ich mich während des Nähens nett unterhalten und muss nicht befürchten ständig irgend welche Nähte wieder auftrennen zu müssen ;o)

Kommentare:

  1. Wow, auf das Jäckchen freue ich mich total. Keine Nähmaschine mitzunehmen hängt wohl gerade in der Luft. Ich hatte auch schon gehadert wegen der vielen Handnähte, die ich machen muss.
    Viele Grüße,
    Katharina

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  2. viel Freude in Bielefeld und ein Gruß in die Runde, schwarz selbst färben bring selten ein tiefes Schwarz, schade dass die dicke Toyota nicht mit darf, aberich weiß ja wozu die Ablenkungen führen können.
    liebe Grüße
    Monika

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  3. Was für ein spannendes Projekt! Falls Du in Bielefeld nicht fertig wirst, wäre dann noch Sewing by the sea ;-) Falls Du ohne Auto in den Norden reisen möchtest, kann ich Dir gern meine Zweitmaschine mitbringen, wäre kein Thema. LG Kuestensocke

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  4. Durch die Perlen sind das richtig funkelnde Sterne.
    Wunderschön wird das wieder!!

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  5. Dass du mit deiner Handarbeit von Tisch zu Tisch wandern konntest, fand ich super, denn ich bin wieder viel zu wenig von der Nähmaschine weggekommen. Und ich hatte beim Lesen dieses Blogbeitrags gerade deine Stimme im Ohr :-)
    Bis hoffentlich bald mal wieder, viele Grüße!

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  6. superschöne weiterentwicklung der alabama chanin technik. ich habe auch schon viel damit gemacht und liebe das handnähen, weil es überall dabei sein kann. lg, nikki

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